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Solvency II

Durch Solvency II werden neue Aufsichts- und Eigenmittelvorschriften eingeführt, die ein ganzheitliches System zur Gesamtsolvabilität zum Ziel haben. Unter Gesamtsolvabilität versteht man die Ausstattung eines Versicherungsunternehmens mit Eigenmitteln, die dazu dienen, sämtliche Risiken des Versicherungsunternehmens abzudecken.

Wie bei Basel II (dem Äquivalent im Bankenbereich) fußt auch Solvency II auf einem 3-Säulen-Ansatz:

  1. Die erste Säule regelt die quantitativen Aspekte, wie etwa Mindestkapitalanforderungen, das Eigenmittelerfordernis oder Bewertungsthemen.
  2. Die zweite Säule regelt das Risikomanagement und behandelt qualitative Anforderungen wie zB die Organisation oder die Anforderungen an Kernprozesse des Unternehmens.
  3. Die dritte Säule umfasst die Berichterstattungspflichten der Versicherungen an Aufsichtsbehörden und Veröffentlichungspflichten gegenüber der Öffentlichkeit.