Navigationsbereich


Marktumfeld

Die Region Zentral- und Osteuropa mit seinen 300 Millionen Einwohnern bietet nach wie vor großes Wachstumspotenzial für das Versicherungsgeschäft. Die Pro-Kopf-Ausgaben für Versicherungsprodukte im CEE-Raum liegen noch deutlich unter dem Niveau in Westeuropa: Während ein Österreicher pro Jahr im Durchschnitt rund 2.007 Euro für seine Sicherheit investiert, betragen diese Pro-Kopf-Ausgaben in Albanien gerade einmal 30 Euro. In der Ukraine sind es 37 Euro, in Ungarn 277 Euro und in der Tschechischen Republik 477 Euro pro Jahr. 

Wirtschaftliches Umfeld

Die Wirtschaft der Eurozone startete etwas besser in das Jahr 2015 und die Konjunkturprognosen
wurden in den vergangenen Monaten leicht nach oben gestuft. 2014 stieg das Bruttoinlandsprodukt
(BIP) um 0,9 Prozent und für 2015 wird ein Zuwachs von 1,5 Prozent prognostiziert. Vermutlich
gibt es dafür drei Treiber: Ein nunmehr geringerer Ölpreis am Weltmarkt, ein geringerer
Eurokurs und die quantitative, geldpolitische Lockerung durch die Europäische Zentralbank
(EZB). Die österreichische Volkswirtschaft entwickelte sich im Jahr 2014 allerdings unterdurchschnittlich
im Vergleich mit dem Euroraum und war nur knapp über einer Stagnation. Ob der
positive Impuls für die Wirtschaft im Euroraum temporär oder anhaltend ist, wird sich erst in
den nächsten Monaten zeigen. Auf Basis der Kommunikation der EZB scheint es aus heutiger
Sicht relativ klar, dass die Geldpolitik noch über einen längeren Zeitraum sehr locker bleiben
wird. Der Hauptrefinanzierungssatz liegt gegenwärtig unverändert bei 0,05 Prozent. Nach der
Bekanntgabe im Jänner 2015 hat die EZB im März mit monatlichen Anleihekäufen von privaten
und öffentlichen Emittenten in Höhe von 60 Milliarden Euro („Quantitative Easing“) begonnen
und wird diese zumindest bis September 2016 oder so lange beibehalten, bis die Entwicklung
der Inflation wieder im Einklang mit dem Mandat der EZB für Preisstabilität steht. Damit
bleibt die Geldpolitik ein treibender Faktor für das allgemeine Zinsumfeld. Die Referenzzinssätze
der Eurozone – vor allem mit langen Restlaufzeiten – fielen in den letzten Monaten auf
extrem tiefe Niveaus. Zum Beispiel betrug die Rendite von deutschen Bundesanleihen mit einer
Restlaufzeit von 30 Jahren im März 2015 nur noch 0,5 Prozent (im Vergleich zu 1,4 Prozent im
Jänner 2015).

Die konjunkturelle Entwicklung in Zentral- und Osteuropa ist zwiegespalten: Auf der einen
Seite setzen die meisten Länder einen Aufschwung fort. Andererseits befinden sich die Ukraine
und Russland in einer Rezession. Die zentraleuropäischen Länder (Polen, Tschechische Republik,
Slowakei und Ungarn) weisen ein solides reales Wirtschaftswachstum von rund 3 Prozent aus, das
sich im Vergleich zu den meisten anderen Regionen Europas positiv hervorhebt. Zuletzt waren
auch auf den Arbeitsmärkten Zentraleuropas erste Anzeichen einer Entspannung zu beobachten.

In Russland ist die Rezession hingegen in vollem Gange. Der Weltmarkt für Erdöl hat sich nach
dem rapiden Preisverfall des letzten Jahres stabilisiert und folglich auch der Rubel. Die internationalen
Wirtschaftssanktionen sind hingegen ein Faktor, der die Konjunktur Russlands hemmt.

Einen anhaltenden Waffenstillstand würden viele Beobachter als eine Voraussetzung dafür sehen,
dass die Ukraine aus ihrer tiefen Rezession entkommen kann. In den ersten Monaten des Jahres
haben sich die makroökonomischen Indikatoren aber weiter verschlechtert. Ein erneutes Abkommen
mit dem Internationalen Währungsfonds stabilisiert zumindest die Finanzierung der
Volkswirtschaft.

Am Balkan bleibt das wirtschaftliche Bild gemischt: In Kroatien und Serbien ist die Konjunktur
kraftlos, eine Verschlechterung zeichnete sich zuletzt aber nicht ab. Bulgarien verzeichnete
einen leichten Aufschwung. In Ländern des westlichen Balkans (Albanien, Bosnien und Herzegowina,
Kosovo, Mazedonien und Montenegro) wird generell von Wachstumsraten ausgegangen, die
über dem Durchschnitt der Region liegen.

 

Markteinteilung

Wir teilen den europäischen Markt in folgende Regionen:

  • Österreich
  • Zentraleuropa (Polen, Slowakei, Tschechische Republik, Ungarn)
  • Südosteuropa (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kosovo, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien)
  • Osteuropa (Rumänien, Ukraine)
  • Westeuropa (Italien, Liechtenstein, Schweiz)

Darüber hinaus sind wir in Russland aktiv tätig. In Slowenien sind wir als Bankenvertriebspartner präsent.

Marktpositionen

In manchen dieser Länder sind wir Marktführer, in vielen haben wir Top-Marktpositionen inne und in einigen anderen haben wir noch Aufholbedarf. Die allermeisten dieser Märkte jedoch bieten unabhängig unserer eigenen Marktstellung noch viel Platz für Expansion.

Stand 12/2013