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Investitionen in die Zukunft des Konzerns senken das Geschäftsergebnis

UNIQA Konzern 1999

Dividende 16% Prämienwachstum +4,2% EGT ATS 827 Mio.

Der UNIQA Konzern konnte 1999 in seinem ersten Bilanzjahr trotz schwieriger Marktverhältnisse und in einer Phase der kompletten Neuausrichtung und Umorganisation einen deutlichen Prämienzuwachs von 4,2% auf ATS 31.505,6 Mio. (Euro 2.289,6 Mio.) verzeichnen.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist im vergangenen Jahr allerdings um 22,3% auf ATS 827,0 Mio (Euro 60,1 Mio.) zurückgegangen. Die Ursachen dafür liegen unter anderem in der Entwicklung in der Schaden- und Unfallversicherung. Dieser Bereich ist von sinkendem Prämienniveau und gleichzeitig stark steigenden Leistungen - insbesondere in der Kfz-Versicherung - geprägt.

Darüber hinaus fielen 1999 von der Marktentwicklung beeinflusste außerordentlichen Abschreibungen im Immobilienbereich, durch das gestiegene Zinsniveau bedingte Abschreibungen für festverzinsliche Wertpapiere sowie Sonderkosten für die Markteinführung ins Gewicht. Die börsenotierte UNIQA Versicherungen AG wird der Hauptversammlung am 20. Juni 2000 die Ausschüttung einer Dividende von 16% vorschlagen.

Die Restrukturierung des Konzerns verlief sehr erfolgreich. In Österreich wurden die Unternehmen Bundesländer-Versicherung und Austria-Collegialität zu einer schlagkräftigen und effizienten Unternehmensgruppe zusammengeführt. Die Raiffeisen Versicherung als Österreichs größter Bankenversicherer konnte zum Allspartenversicherer im Bankenvertrieb ausgebaut werden. Die Salzburger Landes-Versicherung operiert weiterhin als lokaler Anbieter. Der Bereich der Direktversicherung wird im UNIQA Konzern von der Collegialität abgedeckt.

Die strategische Erweiterung der Auslandsengagements des Konzerns steuert die UNIQA International Versicherungs-Holding. In dieser sind ausländischen Tochtergesellschaften und Beteiligungen an ausländischen Versicherungen gebündelt. Forciertes Wachstum im Ausland schafft neue Spielräume für die Expansion und verringert durch regionale Risikostreuung die Abhängigkeit vom Heimatmarkt. 1999 entfielen bereits 12,7% des Konzern EGTs auf die ausländischen Gesellschaften.

Prämien
Die verrechneten Gesamtprämien stiegen im Berichtsjahr konsolidiert um ATS 1.278 Mio. oder +4,2 % (Euro 92,9 Mio.) auf ATS 31.505,6 Mio. (Euro 2.289,6 Mio.).

Die vollkonsolidierten inländischen Versicherungsunternehmen - UNIQA Versicherungen AG, UNIQA Sachversicherung AG, UNIQA Personenversicherung AG, Raiffeisen Versicherung AG, Salzburger Landes-Versicherung AG und Collegialität Versicherung AG - trugen mit einem Prämienvolumen von ATS 30.036,2 Mio. (Euro 2.182,8 Mio.) zu 95,3 % dazu bei.

Die vollkonsolidierten Versicherungsunternehmen außerhalb Österreichs, dazu zählen Austria Assurances S.A. in der Schweiz, Austria Assicurazioni S.p.A. in Italien, Cesko-Rakouska Pojistovna a.s. (CRP) in der Tschechischen Republik und Otcina Poistovna a.s. in der Slowakischen Republik sowie Austrija Osiguranje in Kroatien, konnten ihren Prämienanteil auf umgerechnet ATS 1.469,4 Mio. (Euro 106,8 Mio.) oder 4,7% anheben (1998: 4,4%).   

Aufwendungen
Den Prämieneinnahmen stehen Aufwendungen für Versicherungsfälle in der Höhe von ATS 21.417,9 Mio. (Euro 1.556,5 Mio.) gegenüber. Das sind um 4,2% oder ATS 870,1 Mio. (Euro 63,2 Mio.) mehr als 1998. Davon entfallen ATS 20.762,0 Mio. oder 96,9 % (Euro 1.508,8 Mio.) auf die inländischen Gesellschaften und ATS 655,8 Mio. (Euro 47,7 Mio.) oder 3,1 % auf die ausländischen.         

An Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb fielen im Eigenbehalt ATS 6.572,1 Mio. (Euro 477,6 Mio.) an. Die Aufwendungen setzen sich aus ATS 6.241,0 Mio. oder 95,0 % (Euro 453,5 Mio.) im Inland und ATS 331,1 Mio. oder 5,0 % (Euro 24,1 Mio.) im Ausland zusammen.   

Die Prämien-Kostenrelation lag 1999 für den UNIQA Konzern somit bei 22,8% (1998: 23,1%).

Kapitalanlagen
Die Kapitalanlagen konnten im Berichtsjahr von ATS 123.555,8 Mio. (Euro 8.979,2 Mio.) um 6,0 % auf ATS 130.943,5 Mio. (Euro 9.516,0 Mio.) aufgestockt werden. Davon entfielen ATS 129.271,9 Mio. (Euro 9.394,6 Mio.) oder 98,72% auf inländische und ATS 1.671,6 Mio. (Euro 121,4 Mio.) auf ausländische Konzernunternehmen.

Die 1999 erwirtschafteten konsolidierten Netto-Finanzerträge in Höhe von ATS 7.865,6 Mio. (Euro 571,6 Mio.) liegen um 0,5% über dem Vorjahreswert von ATS 7.827,7 Mio. (Euro 568,9 Mio.).

Die für 1999 ersmals auszuweisenden Stillen Reserven im Immobilienbereich betragen ATS 5.307,9 Mio. (Euro 385,7 Mio).   

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT)
Der UNIQA Konzern erreicht im Geschäftsjahr 1999 ein EGT von ATS 827,0 Mio. (Euro 60,1 Mio.). Gegenüber dem Vorjahresergebnis entspricht das einem Rückgang von ATS 237,3 Mio. (Euro 17,3 Mio.) oder 22,3 %. Vom Konzern-EGT entfallen ATS 722,2 Mio. (Euro 52,5 Mio.) oder 87,3%, auf die vollkonsolidierten inländischen Versicherungsunternehmen und ATS 104,8 (Euro 7,6 Mio.) oder 12,7 % auf die ausländischen Gesellschaften.        

Der Grund für den Rückgang des EGTs liegt in den - bei sinkendem Prämienniveau - stark steigenden Leistungen in der Schaden- und Unfallversicherung insbesondere in der Kfz-Versicherung, den durch das stark gestiegene Zinsniveau bedingten erheblichen Abschreibungen im Bereich der festverzinslichen Wertpapiere, den von der Marktentwicklung beeinflussten außerordentlichen Abschreibungen im Immobilienbereich sowie den Sonderkosten der Markeneinführung.  

MitarbeiterInnen
Der UNIQA Konzern beschäftigte 1999 durchschnittlich 6.361 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Davon waren 5.420 im Inland und 941 im Ausland tätig.             

Im gesamten Konzern arbeiten 3.200 MitarbeiterInnen im Außendienst und 3.161 im Innendienst.

29. Mai 2000


UNIQA Group Austria
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Bilanzpressekonferenz vom 29.05.2000

O-Ton GD Schimetschek Bilanzpressekonferenz 1999

UNIQA Versicherungen AG, GB 1999

UNIQA Personenversicherung AG, GB 1999

UNIQA Sachversicherung AG, GB 1999

Raiffeisen Versicherung AG, GB 1999

Salzburger Landes-Versicherung AG, GB 1999

Collegialität Versicherung, GB 1999


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