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Wettbewerb brachte Lösungen für ein zukunftsorientiertes Gebäude

UNIQA Neubau Konzernzentrale

Die UNIQA Versicherungen AG plant am Standort Aspernbrückengasse/Untere Donaustraße die Errichtung eines neuen Bürogebäudes. Zur Bewältigung dieser Aufgabe wurde ein geladener Wettbewerb ausgeschrieben. Acht renommierte Architekten aus Europa nahmen daran teil.

Aufgrund der Lage nahe der Wiener Ringstraße und der städtebaulich wichtigen Sichtbezeichnung Franz-Josefs-Kai und Vordere Zollamtstraße ist eine sensible Einbindung in die bestehende Struktur wesentlich. Durch den Neubau ergibt sich auch die Möglichkeit eine attraktive Anbindung der Wiener Innenstadt an den historisch bedeutenden Bereich der Praterstraße wieder zu erlangen.  

In der Planung des Neubaus musste ein Raum für kulturelle Veranstaltungen enthalten sein. Events sollen auch nach Geschäftsschluss den Standort zu einem lebendigen Ort im Herzen Wiens machen.  

Weitere Vorgabe für die Wettbewerbsteilnehmer war, dass das neue Gebäude jedenfalls die zukunftsorientierte Grundhaltung des Bauherren ausdrücken soll und neben der formalen Ausbildung auch sämtliche technische Einrichtungen zu enthalten hat, um heutigen und zukünftigen Anforderungen an Ökologie und Ökonomie gerecht zu werden. 

Teilnehmer am Wettbewerb:

  • Ernst Beneder und Anja Fischer, Wien
  • Dietmar Feichtinger, Paris
  • Nicholas Grimshaw, London
  • Wilhelm Holzbauer, Wien
  • Heinz Neumann, Wien
  • Gustav Peichl, Wien
  • Paolo Piva, Wien
  • Helmut Richter, Wien
     

Die Jury:

  • Arch. Dipl.-Ing. Ferdinand Stracke (Vorsitzender)
  • Arch. Dipl.-Ing. Ernst Hoffmann (Vorsitzender Stellvertreter)
  • Arch. Mag. Hans Hollein
  • Arch. Prof. Josef Paul Kleinhues
  • Bezirksvorsteher Gerhard Kubik
  • Planungsdirektor Prof. Dipl.-Ing.
  • Dr. Arnold Klotz Senatsrat
  • Dipl.-Ing Klaus Vatter
  • Gen.-Dir. Herbert Schimetschek
  • Vorstandsdirektor Dr.Gottfried Wanitschek
  • Komm.-Rat Günther Sallaberger

Das Bauvolumen

Rd. 30.000 m2 (vorbehaltlich Behördengenehmigung) 

Ergebnis der ersten Juryrunde

Die Wettbewerbsprojekte wurden vorige Woche durch die Jury begutachtet und beurteilt. Zwischen den beiden Erstplatzierten - Dietmar Feichtinger und Heinz Neumann - liegt nur ein ganz geringer Punkteunterschied:

  • Das Projekt von Architekt Dietmar Feichtinger greift die bestehenden Baufluchten auf und setzt sie fort. Eine einheitliche Fassade führt die einzelnen Bauabschnitte zueinander. Je nach Lichteinfall erzeugt das leicht reflektierende Glas unterschiedliche Spiegelungen und Facetten. Markantester Punkt ist der "Turm" im Südwesten, der einen nicht zu übersehenden Zugang zum 2. Bezirk schafft.             
  • Das Projekt von Architekt Heinz Neumann konzentriert sich vor allem auf den ersten Abschnitt des Bauvorhabens. Lebendig, bewegt, sich öffnend, ja fast verspielt wächst das Gebäude in die Höhe. In der Grundform nimmt es den Schwung des UNIQA Logos auf und setzt es architektonisch um, wobei die Sichtlinie von Ringstraße und Franzensbrücke genau berücksichtigt wird. Innere und äußere Offenheit dominieren.

Auch auf den nachfolgenden Rängen gab es von der Jury eine ex aequo-Bewertung - Österreichs Stararchitekten Holzbauer und Peichl teilen sich den dritten Platz.

Die Jury hat die beiden Erstplazierten nun aufgefordert, Ihre Entwürfe zu bearbeiten: Ziel ist - Signifikanz und Harmonie optimal umzusetzen.

7. März 2000


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Foto: Modelle des Neubaus


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