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UNIQA - Tiroler Loden

UNIQA hat bereits mehr als 18 Mio. Euro bezahlt, UNIQA hat beim BMfI nicht interveniert und vertraut auf die Unabhängigkeit der österreichischen Justiz und Verwaltung

Im Versicherungsfall Tiroler Loden hat UNIQA bereits mehr als 18 Mio. Euro an Versicherungsleistung erbracht. UNIQA hat nicht interveniert, somit auch nicht beim BMfI. Die ermittelnden Behörden haben sich - wie in den Fällen von vermuteter Brandstiftung üblich - an die betroffene Versicherung gewendet und UNIQA Mitarbeiter zum Sachverhalt befragt. Die Mitarbeiter haben Fragen der Behörde wahrheitsgemäß beantwortet. Zu den immer wieder über die Medien verkündeten Schadenersatzforderung aus "verspäteter" Bezahlung ist anzumerken, dass von Tiroler Loden keine konkreten nachvollziehbaren Forderungen gestellt wurden. Es war daher auch bisher nicht möglich, einen allfälligen Anspruch zu prüfen. Voraussetzung für einen solchen Anspruch ist jedenfalls, dass ein konkreter Schaden in ursächlichem Zusammenhang mit der vom OGH festgestellten Verspätung der Zahlung von ungefähr sieben Wochen steht. Auch auf Grund des vom Gericht festgestellten dringenden Tatverdachts wegen Brandstiftung und Betrug gegen den Geschäftsführer von Tiroler Loden hat UNIQA Klage auf Wiederaufnahme des Verfahrens wegen der verspäteten Zahlung erhoben.

UNIQA hat volles Vertrauen in die Unabhängigkeit der österreichischen Justiz und Verwaltung und ist davon überzeugt, dass diese auch in Zukunft unbeeindruckt von Angriffen weiterarbeiten wird. Nach den rechtskräftigen Entscheidungen der Strafbehörde bzw. des Strafgerichtes in Sachen Brandstiftung und Betrug wird UNIQA nach Abstimmung mit den Rückversicherern über die weitere Vorgangsweise entscheiden. Im Hinblick auf die Risikogemeinschaft aller Versicherten ist UNIQA verpflichtet in jeder Phase der Abwicklung eines Versicherungsfalles Hinweise auf Leistungsfreiheit genau zu prüfen um die Bezahlung von ungerechtfertigten Ansprüchen zu vermeiden.

15. September 2004


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