Nachhaltigkeit in der Betriebsführung

Eine saubere und intakte Umwelt ist die Grundlage für funktionierende Wirtschaftssysteme und Gesellschaften. Wir als UNIQA Group können dazu beitragen, indem wir sowohl in unserer Geschäftstätigkeit als auch in unserer eigenen Betriebsführung das Thema Nachhaltigkeit vorantreiben und negative Auswirkungen wie etwa CO2-Emissionen reduzieren.
Ziel ist es, unseren ökologischen Fußabdruck immer weiter zu verringern und und in Bezug auf die eigene Betriebsführung bis 2040 in Österreich und bis 2050 gruppenweit Netto-Null-Emissionen zu erreichen. 

Dekarbonisierung: validierte SBTi-Zwischenziele

Auf Gruppenebene konnten wir im Jahr 2023 den Prozess zur Berechnung und Validierung von wissenschaftsbasierten Klimazielen gemäß der „Science Based Targets initiative“ (SBTi) erfolgreich abschließen. Diese Ziele richten nicht nur unsere Investments am Pariser Klimazielpfad aus, sondern auch die Treibhausgasemissionen unserer eigenen Betriebsführung in Bezug auf eigengenutzte Immobilien und den Fuhrpark. 

SBTi

Wir verpflichten uns, unsere direkten Scope-1- und indirekten Scope-2-THG-Emissionen aus selbstgenutzten Immobilien und dem Fuhrpark bis 2030 um 42 % zu reduzieren (2021).
Scope 1 umfasst THG-Emissionen aus Heizenergie (Erdgas und Heizöl), Kühlmitteln und eigenen Fahrzeugen (Diesel und Benzin). 
Scope 2 umfasst THG-Emissionen aus gekaufter Fernwärme und Elektrizität (marktbasierter Ansatz). 
Bis einschließlich 2025 sanken die Scope-1- und Scope-2-THG-Emissionen um 15,9% (in Vergleich zum Referenzwert aus dem Jahr 2021).

Energieeffizienz steigern und Emissionen verringern

Bei den Maßnahmen zur Reduktion unserer CO2-Emissionen setzen wir einerseits auf die Anwendung internationaler Zertifizierungen und Standards im Umgang mit Lieferant:innen – von Büromaterialien bis hin zum Fuhrpark – und andererseits auf die Optimierung des internen Umweltmanagements. Wir nutzen verstärkt erneuerbare Energien und reduzieren CO2-Emissionen durch konsequente Ressourcenschonung und die Förderung klimafreundlicher Mobilität. Die Umweltbelange in unserer eigenen Betriebsführung fallen in den Zuständigkeitsbereich des Chief Operating Officer und werden vom Bereich Group Procurement verantwortet. Der Fokus liegt vorerst auf unserem größten Kernmarkt Österreich.

Grundlage unseres internen Umweltmanagements ist unser Bekenntnis zu den Pariser Klimazielen, die wir mit einem Maßnahmenplan operationalisiert haben. Dieser Plan umfasst die folgenden Eckpfeiler:

  • Bezug von ausschließlich Umweltzeichen 46 Ökostrom ab 2024 (AT).
  • Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudebereich durch Optimierung der Heizungs- Klimatisierungs- und Lüftungssysteme sowie der Nutzung und Ausweitung es Energiemonitorings: 
  • Die Umstellung auf 100% E-Autos im Fuhrpark bis spätestens 2030 in Österreich und bis 2040 gruppenweit geplant. 

Da wir weiterhin auf Fernwärme setzen, diese aber aktuell auch immer einen fossilen Bestandteil beinhalten, ist eine Treibhausgasreduktion um 100% derzeit nicht darstellbar. Mit fortlaufender Ökologisierung der Fernwärmenetze wird sich gleichzeitig auch unsere Klima-Performance laufend verbessern. 


Mehr Informationen zu den Zielen und deren Fortschritt finden Sie in der (konsolidierten) nichtfinanziellen Erklärung im Konzernbericht, verfügbar im Downloadbereich: 

Energiemonitoring 

Das Monitoringsystem dient nicht nur der Effizienzsteigerung, sondern ermöglicht auch die laufende Optimierung des Energieverbrauchs. Dies soll die Abhängigkeit von externen Energieversorger:innen reduzieren und die Widerstandsfähigkeit im Fall von Energiekrisen erhöhen.

Elektrifizierung des Fuhrparks: E-Mobilität bei UNIQA.

Auf unserem Weg zu 100% E-Mobilität lag der Wert Ende 2025 bei 74% in Österreich. Ziel ist die vollständige Umstellung auf Elektrofahrzeuge bis 2030 in Österreich und gruppenweit bis 2040.

Doch auch andere Formen der E-Mobilität fördern wir gezielt: unseren Mitarbeiter:innen stehen in der Zentrale sowie an mehreren anderen Standorten in Österreich moderne E-Scooter und E-Bikes für kleinere Dienstfahrten zur Verfügung.

Einführung eines Umweltmanagementsystems nach EMAS

Als weiteren Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie hat UNIQA bereits im Jahr 2024 das zuvor bestehende interne Energiemanagement für österreichische Vertriebsstandorte in ein nach EMAS und ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem eingegliedert. Ziel ist es, die Umweltleistung auf Basis eines systematischen Ansatzes kontinuierlich zu verbessern und negative Umweltauswirkungen zu minimieren.

Da Umweltschutz integrierter Bestandteil unserer Unternehmenskultur ist, spielen Transparenz sowie interne und externe Kommunikation eine tragende Rolle. Durch regelmäßige interne und externe Audits werden die Wirksamkeit des Umweltmanagementsystems und die Einhaltung aller umweltrelevanten Rechtsvorschriften sichergestellt.

Damit gehen wir mit gutem Beispiel voran und senken den ökologischen Fußabdruck der eigenen Betriebsführung weiterhin sukzessive.

Nachhaltige Beschaffung

Unsere Beschaffungsprozesse zielen darauf ab, das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für unsere Aktivitäten, Produkte und Dienstleistungen zu erzielen, während gleichzeitig sichergestellt wird, dass sie den Anforderungen in den Bereichen Compliance und Nachhaltigkeit entsprechen . Interne Richtlinie stellen dabei sicher, dass Lieferant:innen nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sozial und ökologisch nachhaltig agieren. 

Dies inkludiert das Bestreben, ausschließlich mit Lieferant:innen in eine Geschäftsbeziehung zu treten, die unserem Wertemodell folgen und ein hohes Maß an Integrität aufweisen. Im Rahmen des Lieferantenregistrierungsprozesses werden entsprechende Daten erhoben. Es wird erwartet, dass Lieferant:innen die Prinzipien des UNIQA Code of Conduct einhalten und danach handeln. Dieser enthalt die wesentlichen, sozialen und ökologischen Kriterien gemäß dem UN Global Compact.